Man redet bei John Grisham inzwischen von 250 Millionen weltweit verkauften Exemplaren, so dass der Begriff "Bestsellerautor", wenn er auch für Kerkeling
und Kehlmann gilt, bei ihm keinen rechten Sinn mehr macht.Vom Romanschreiben ist er jetzt kurzzeitig zur True Crime-Fraktion gewechselt, hat in seinem
neuesten Superseller "Der Gefangene" einen uralten Fall von Justizirrtum ausgegraben und führt uns den steinigen, mit vielen vielen Fakten gespickten Pfad
der Aufdröselung hinunter, dort wo der Bodensatz des hedonistisch verseuchten Amerika auf die ewig mißtrauische und von Vorurteilen zerfressene autoritäre
Bande örtlicher Polizei- und Justizbehörden stößt, ein Zusammenprall, der noch nie gut ausging und auch hier nach einer verheerenden Mischung aus Schlamperei,
Manipulation, Schikane und grober Fahrlässigkeit zu zwei Todesurteilen führt, die nach elf Jahren revidiert werden müssen.
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